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Beer Pong Regeln

Zehn Becher pro Seite, zwei Bälle und ein freier Tisch: Mehr braucht es kaum für eine Runde Beer Pong. Damit beim letzten Becher keine Regeldiskussion beginnt, findest du auf Playiro klare Beer Pong Regeln für eure Party – samt Aufsetzern, Re-Racks und optionaler Nachwurfchance.

Adam Davis Fernsby

Erstellt von Adam Davis Fernsby

Claudia Huber

Übersetzt von Claudia Huber

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Wie spielt man Beer Pong?

Bei Beer Pong versuchen zwei Teams, Tischtennisbälle in die Becher auf der gegenüberliegenden Tischseite zu werfen. Ein Treffer entfernt den entsprechenden Becher aus dem Spiel. Wer zuerst alle gegnerischen Becher getroffen hat, gewinnt – sofern ihr keine Nachwurfregel vereinbart habt.

Gespielt wird meistens zwei gegen zwei. Das Partyspiel passt besonders gut zu Geburtstagen, WG-Abenden und Gartenpartys: Die Grundidee ist schnell erklärt, und auch neben dem Tisch lässt sich das Spiel gut verfolgen.

Die folgenden Beer Pong Regeln beschreiben eine zusammenhängende Hausregelvariante. Sonderregeln wie Aufsetzer, Nachwerfen und zusätzliche Würfe unterscheiden sich zwischen Gruppen und Turnieren.

Tisch, Becher und Bälle vorbereiten

Ein spezieller Beer-Pong-Tisch ist praktisch, aber nicht erforderlich. Wichtig sind eine ebene Fläche und ausreichend Platz zum Werfen.

Material Für ein Spiel mit vier Personen
Tisch Länglicher, stabiler Tisch; typische Beer-Pong-Tische sind etwa 2,44 m lang
Spielbecher 20 gleich grosse Becher, zehn pro Team
Bälle Zwei Tischtennisbälle, idealerweise mit Ersatz
Wasser Zum Beschweren der Spielbecher
Getränke Eigene Gläser oder Flaschen neben der Spielfläche

Füllt die Spielbecher gleichmässig mit etwas Wasser, damit sie stabil stehen. Getrunken wird bei Bedarf aus separaten Gläsern. So landet der Ball nicht im eigenen Getränk. Beer Pong funktioniert genauso mit alkoholfreien Getränken oder vollständig ohne Trinkaufgaben.

So stehen die zehn Becher

Jedes Team stellt seine Becher am eigenen Tischende zu einem Dreieck auf:

  • Hinten stehen vier Becher.
  • Davor stehen drei Becher.
  • In der nächsten Reihe stehen zwei Becher.
  • Die Spitze besteht aus einem Becher und zeigt zum gegnerischen Team.

Die Becher stehen dicht beieinander und mittig zur Tischbreite. Verwendet auf beiden Seiten denselben Abstand zur Tischkante.

Der Ablauf: Zwei Würfe, dann wechselt das Team

Bestimmt das beginnende Team beispielsweise mit Schere, Stein, Papier. Für die hier beschriebene Variante erhält jedes Team von Anfang an zwei Würfe pro Zug.

  1. Die erste Person wirft einen Ball.
    Ziel ist einer der gegnerischen Becher. Der Ball wird mit der Hand geworfen; Schläger werden nicht verwendet.

  2. Ein Treffer wird entfernt.
    Bleibt der Ball in einem Becher liegen, nimmt das verteidigende Team diesen Becher vom Tisch.

  3. Die zweite Person wirft.
    Sie zielt auf die verbliebenen Becher. Wartet mit dem Wurf, bis der erste Treffer entfernt wurde.

  4. Die Bälle wechseln die Seite.
    Jetzt hat das andere Team seine zwei Würfe.

  5. Ihr spielt bis zum letzten Becher.
    Ohne zusätzliche Nachwurfregel gewinnt ein Team sofort, sobald es den letzten gegnerischen Becher getroffen hat.

In dieser Grundvariante gibt es keine zusätzlichen Würfe für zwei Treffer. Wer mit «Balls Back» spielen möchte, kann die weiter unten erklärte Zusatzregel verwenden.

Was zählt als Treffer?

Ein Ball zählt, wenn er nach einem gültigen Wurf im Becher liegen bleibt. Berührt er nur den Rand und springt wieder heraus, wurde der Becher nicht getroffen.

Damit ihr während der Partie nicht diskutieren müsst, gelten für diese Hausvariante folgende Entscheidungen:

Situation Entscheidung
Ball bleibt im Becher Treffer; Becher entfernen
Ball berührt den Rand und springt heraus Kein Treffer
Ball prallt von einem Becherrand in einen anderen Becher Der Becher, in dem er liegen bleibt, zählt
Ball wirft einen Becher um, ohne darin liegen zu bleiben Kein Treffer; Becher wieder aufstellen
Verteidigendes Team stösst einen eigenen Spielbecher um Dieser Becher zählt als getroffen
Direkter Wurf wird vor dem Becher abgefangen Ein Becher wird als Strafe entfernt; das werfende Team wählt ihn

Für einen absichtlich über den Tisch gespielten Aufsetzer gelten andere Abwehrmöglichkeiten.

Die Ellenbogenregel

In unserer Variante muss der Ellenbogen beim Loslassen des Balls hinter der eigenen Tischkante bleiben. Leichtes Vorbeugen ist erlaubt, solange diese Grenze eingehalten wird.

Wird die Grenze eindeutig überschritten, zählt der Wurf als Fehlwurf. Klärt diese Regel vor dem Start: Nicht jedes Turnier und nicht jede private Runde verwendet eine Ellenbogenregel.

Aufsetzer: Zwei Becher gewinnen, aber Abwehr riskieren

Ein Bounce Shot ist ein Wurf, bei dem der Ball absichtlich zuerst auf dem Tisch aufspringt und danach in einem Becher landet.

Wenn ihr diese Zusatzregel verwendet, gilt:

  • Ein erfolgreicher Aufsetzer entfernt zwei Becher.
  • Der getroffene Becher wird zuerst entfernt.
  • Das verteidigende Team bestimmt den zweiten Becher.
  • Nach der ersten Tischberührung darf das verteidigende Team den Ball abwehren oder fangen.
  • Ein direkter Wurf darf nicht auf diese Weise abgewehrt werden.

Ist nur noch ein Becher vorhanden, entfernt ein Aufsetzer auch nur diesen letzten Becher.

Ein Ball, der zunächst einen Becherrand trifft und anschliessend über den Tisch in einen Becher springt, zählt in dieser Variante als normaler Treffer – nicht als doppelter Bounce-Treffer.

Becher zusammenstellen: So funktioniert ein Re-Rack

Nach einigen Treffern stehen die übrigen Becher oft weit auseinander. Ein Re-Rack ordnet sie neu und macht das Zielen übersichtlicher.

Für diese Hausvariante darf jedes Team zweimal pro Spiel verlangen, dass seine Zielbecher neu aufgestellt werden. Das geschieht vor dem ersten Wurf des eigenen Teamzuges, nicht zwischen den beiden Würfen.

Verbleibende Becher Mögliche Formation
6 Dreieck mit drei, zwei und einem Becher
4 Raute mit einem, zwei und einem Becher
3 Kleines Dreieck mit zwei Bechern hinten und einem vorne
2 Zwei Becher hintereinander
1 Einzelner Becher mittig am Tischende

Die neue Formation bleibt am bisherigen Tischende. Ein Re-Rack ist keine Erlaubnis, die Becher näher zum werfenden Team zu schieben.

Vereinbart vor dem Spiel, ob das mittige Ausrichten des letzten Bechers automatisch erfolgt oder einen Re-Rack verbraucht. In dieser Anleitung wird der letzte Becher kostenlos mittig ausgerichtet.

Zusatzregeln für eure nächste Partie

Sobald der Grundablauf sitzt, könnt ihr weitere Regeln ergänzen. Wählt lieber wenige, die alle kennen, statt während des Spiels neue einzuführen.

Balls Back: Zwei Treffer bringen einen weiteren Teamzug

Treffen beide Personen eines Teams mit ihren beiden Würfen jeweils einen Becher, bekommt das Team beide Bälle zurück. Beide dürfen erneut einmal werfen.

Treffen wieder beide, wiederholt sich der Bonus. Verfehlt mindestens eine Person, wechselt das Spiel nach Abschluss der beiden Würfe zum anderen Team.

Da getroffene Becher sofort entfernt werden, gibt es in dieser Variante keinen Sonderbonus für zwei Bälle im selben Becher.

Redemption: Eine letzte Chance zum Ausgleich

Mit Redemption endet das Spiel nach dem letzten Treffer nicht sofort. Das zurückliegende Team darf versuchen, die noch stehenden gegnerischen Becher ebenfalls zu treffen.

Eine einfache Hausregel dafür:

  1. Die erste Person wirft so lange weiter, wie sie trifft.
  2. Nach ihrem ersten Fehlwurf übernimmt die zweite Person.
  3. Auch diese wirft bis zum ersten Fehlwurf.
  4. Werden alle übrigen Becher getroffen, geht es in die Verlängerung.
  5. Bleibt nach beiden Fehlwürfen mindestens ein Becher stehen, ist das Spiel verloren.

Während dieser Nachwürfe gelten keine Balls-Back-Boni, keine Re-Racks und keine doppelten Aufsetzer. Jeder Treffer entfernt genau einen Becher.

Verlängerung mit drei Bechern

Nach einem erfolgreichen Ausgleich stellt jedes Team drei Becher als kleines Dreieck auf. Das Team, das zuvor zuerst den letzten Becher getroffen hatte, beginnt.

Beide Personen werfen wieder je einmal pro Teamzug. Für diese Verlängerung gilt: Der erste vollständige Abräumer gewinnt; es gibt keine erneute Redemption.

Besser treffen: Kleine Anpassungen mit Wirkung

Bei Beer Pong lohnt sich ein wiederholbarer Wurf mehr als ständiges Experimentieren. Suche dir eine Position, aus der du locker und ohne grosse Körperbewegung werfen kannst.

Wähle einen konkreten Becher

Ziele auf die Öffnung eines bestimmten Bechers. Wer nur ungefähr in Richtung Dreieck wirft, kann schlechter erkennen, ob der nächste Wurf kürzer, länger oder seitlicher werden muss.

Wirf mit Bogen und wenig Kraft

Ein kontrollierter Bogen lässt den Ball von oben in den Becher fallen. Sehr flache, harte Würfe treffen häufiger den Rand oder springen wieder heraus.

Verändere nur eine Sache auf einmal

War der Wurf zu lang, reduziere beim nächsten Versuch leicht die Kraft. Ändere nicht gleichzeitig Griff, Stand und Flugkurve – sonst weisst du kaum, was geholfen hat.

Nutze Re-Racks bewusst

Weit auseinanderstehende Becher können einen Re-Rack sinnvoll machen. Stehen die Ziele bereits dicht zusammen, lohnt es sich oft, diese Möglichkeit für später aufzubewahren.

Achte beim Verteidigen auf Aufsetzer

Wenn Bounce Shots erlaubt sind, bleibt das verteidigende Team aufmerksam. Die Abwehr darf allerdings erst nach der Tischberührung erfolgen.

Beer Pong zu zweit oder als Partyturnier

Nicht jede Runde braucht vier Personen. Für ein Duell spielt ihr eins gegen eins und werft jeweils beide Bälle selbst. Die übrigen Regeln bleiben gleich.

Für eine kürzere Partie könnt ihr mit sechs statt zehn Bechern pro Seite beginnen. Stellt sie als Dreieck mit drei, zwei und einem Becher auf.

Bei einem Partyturnier sollten alle Paarungen dieselben Bedingungen haben:

  • Gleiche Becherzahl und Tischlänge.
  • Einheitliche Regeln für Aufsetzer und Ellenbogen.
  • Gleiche Anzahl an Re-Racks.
  • Eine feste Entscheidung über Balls Back und Redemption.

So entscheidet nicht erst im Finale eine unbekannte Hausregel über den Sieg.

Beer Pong Regeln auf einen Blick

Diese Übersicht fasst die Grundvariante zusammen und zeigt, welche Regeln ihr zusätzlich vereinbaren könnt.

Thema Regel dieser Anleitung
Teams Zwei gegen zwei; alternativ eins gegen eins
Aufstellung Zehn Becher pro Seite im Dreieck
Ziel Alle gegnerischen Becher treffen
Würfe Zwei pro Teamzug, einer pro Person
Treffer Ball bleibt im Becher; Becher sofort entfernen
Ellenbogen Beim Loslassen hinter der eigenen Tischkante
Direkte Würfe Dürfen nicht abgewehrt werden
Re-Racks Zweimal pro Team, vor dem eigenen Teamzug
Letzter Becher Wird kostenlos mittig ausgerichtet
Spielende Letzter Treffer gewinnt, sofern keine Redemption vereinbart ist
Optionale Aufsetzer Zählen doppelt, dürfen nach Tischkontakt abgewehrt werden
Optionales Balls Back Zwei Treffer bringen zwei weitere Würfe
Optionale Redemption Letzte Chance auf Ausgleich nach den vereinbarten Nachwurfregeln

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Beer Pong Regeln – so spielt ihr das Partyspiel richtig