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Craps Spielregeln

Am Craps-Tisch stehen viele Zahlen, doch für den Anfang brauchst du nur eine Wette zu verstehen: Pass Line. Von dort führen dich die Craps Spielregeln auf Playiro durch den Eröffnungswurf, die Point-Phase und die weiteren Wettmöglichkeiten – mit Beispielen und klaren Auszahlungstabellen.

Adam Davis Fernsby

Erstellt von Adam Davis Fernsby

Claudia Huber

Übersetzt von Claudia Huber

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Wie spielt man Craps?

Craps ist ein Casinospiel mit zwei Würfeln. Eine Person wirft, alle Teilnehmenden können auf die Ergebnisse setzen. Die würfelnde Person heisst Shooter. Gewertet wird grundsätzlich die Summe beider Würfel.

Der Ablauf lässt sich am einfachsten mit der Pass-Line-Wette verstehen: Beim ersten Wurf gewinnen 7 und 11, während 2, 3 und 12 verlieren. Jede andere mögliche Summe wird zum Point. Danach geht es darum, diesen Point nochmals zu würfeln, bevor eine 7 fällt.

Du musst nicht selbst würfeln, um mitzuspielen. Deine Wetten werden anhand derselben Würfe abgerechnet wie die aller anderen am Tisch.

Diese Anleitung beschreibt klassisches Kasino-Craps. Sondervarianten können andere Regeln und Auszahlungen verwenden.

Erst verstehen, dann setzen: Die zwei Spielphasen

Dieselbe Zahl kann bei Craps unterschiedliche Folgen haben. Entscheidend ist, ob gerade ein neuer Durchgang beginnt oder bereits ein Point feststeht.

Come-out Roll: Der Eröffnungswurf

Vor dem Eröffnungswurf platzierst du deinen Einsatz auf der Pass Line. Der erste Wurf entscheidet dann, ob deine Wette sofort abgerechnet wird oder weiterläuft.

Summe beim Eröffnungswurf Ergebnis für Pass Line
7 oder 11 Die Wette gewinnt sofort
2, 3 oder 12 Die Wette verliert sofort
4, 5, 6, 8, 9 oder 10 Diese Zahl wird zum Point; die Wette bleibt liegen

Ein Marker mit der Aufschrift «OFF» zeigt normalerweise an, dass noch kein Point aktiv ist.

Point-Phase: Die Zielzahl vor der 7 treffen

Wird beispielsweise eine 6 zum Point, setzt der Dealer den Marker mit «ON» auf die 6. Der Shooter wirft weiter.

Für die bestehende Pass-Line-Wette gilt jetzt:

  • Eine weitere 6: Die Wette gewinnt.
  • Eine 7: Die Wette verliert.
  • Jede andere Summe: Die Wette bleibt unverändert bestehen.

Es können beliebig viele Würfe zwischen dem Festlegen und dem Treffen des Points liegen. Eine 11 bringt in dieser Phase keinen sofortigen Pass-Line-Gewinn.

Der wichtigste Merksatz der Craps Regeln: Die 7 gewinnt auf Pass Line beim Eröffnungswurf und verliert nach Festlegung eines Points.

Eine vollständige Runde als Beispiel

Du setzt 10 CHF auf Pass Line. So könnte dein Durchgang verlaufen:

  1. Der Shooter würfelt eine 8.
    Die 8 wird zum Point. Dein Einsatz bleibt auf dem Tisch.

  2. Als Nächstes fällt eine 5.
    Für deine Pass-Line-Wette passiert nichts.

  3. Danach fällt eine 11.
    Auch dieser Wurf verändert deine bestehende Wette nicht.

  4. Schliesslich wird erneut eine 8 gewürfelt.
    Der Point wurde vor einer 7 getroffen. Du gewinnst 10 CHF und erhältst deinen Einsatz von 10 CHF zurück.

Wäre vor der zweiten 8 eine 7 gefallen, hättest du deinen Einsatz verloren. Das nennt man Seven-out.

Nach einem getroffenen Point beginnt derselbe Shooter einen neuen Durchgang. Nach einem Seven-out werden die Würfel an die nächste Person weitergegeben.

Pass Line und Don’t Pass im Vergleich

Neben Pass Line gibt es Don’t Pass. Diese Wette setzt nach Festlegung eines Points darauf, dass die 7 vor der Pointzahl erscheint.

Die folgende Tabelle verwendet die verbreitete Variante «Bar 12»: Eine 12 beim Eröffnungswurf führt bei Don’t Pass zu einem Unentschieden.

Spielsituation Pass Line Don’t Pass
Eröffnungswurf: 7 oder 11 Gewinnt Verliert
Eröffnungswurf: 2 oder 3 Verliert Gewinnt
Eröffnungswurf: 12 Verliert Einsatz bleibt ohne Gewinn oder Verlust erhalten
Point fällt vor der 7 Gewinnt Verliert
7 fällt vor dem Point Verliert Gewinnt
Auszahlung bei Gewinn 1:1 1:1

An manchen Tischen wird statt der 12 die 2 ausgeschlossen. Prüfe deshalb die Beschriftung des Don’t-Pass-Feldes.

Don’t Pass ist eine reguläre Wette gegen das Kasino. Du setzt damit nicht gegen das persönliche Geld des Shooters.

Odds: Eine Zusatzwette zum bestehenden Point

Sobald deine Pass-Line-Wette einen Point hat, kannst du sie durch eine Odds-Wette ergänzen. Sie gewinnt und verliert zusammen mit der ursprünglichen Wette, wird aber anders bezahlt.

Die Auszahlung entspricht den mathematischen Chancen, den jeweiligen Point vor einer 7 zu würfeln.

Point Auszahlung der Pass-Line-Odds Beispiel: Einsatz Nettogewinn
4 oder 10 2:1 10 CHF 20 CHF
5 oder 9 3:2 10 CHF 15 CHF
6 oder 8 6:5 10 CHF 12 CHF

Die ursprüngliche Pass-Line-Wette zahlt weiterhin 1:1. Beide Einsätze werden separat berechnet.

Beispiel: Du hast 10 CHF auf Pass Line und ergänzt beim Point 8 weitere 10 CHF Odds. Wird die 8 vor der 7 getroffen, gewinnst du 10 CHF aus Pass Line und 12 CHF aus den Odds. Dazu kommen deine insgesamt 20 CHF Einsatz zurück.

Was bedeuten 3–4–5-fache Odds?

Diese Angabe beschreibt die maximal erlaubte Zusatzwette im Verhältnis zum Pass-Line-Einsatz:

  • Point 4 oder 10: bis zum Dreifachen.
  • Point 5 oder 9: bis zum Vierfachen.
  • Point 6 oder 8: bis zum Fünffachen.

Andere Tische erlauben andere Grenzen. Odds haben für sich genommen keinen Hausvorteil, erhöhen aber den Betrag, den du in einem Durchgang verlieren kannst.

Auch Don’t-Pass-Wetten lassen sich durch Odds ergänzen. Dort setzt du auf die 7 vor dem Point und erhältst entsprechend umgekehrte Quoten: 1:2, 2:3 beziehungsweise 5:6.

Weitere Wettfelder und ihre Auszahlungen

Du brauchst die zusätzlichen Felder nicht, um Craps zu spielen. Sie werden erst übersichtlich, wenn du zwischen Wetten auf einen einzelnen Wurf und Wetten über mehrere Würfe unterscheidest.

Come und Don’t Come

Eine Come-Wette wird üblicherweise gesetzt, während bereits ein Tisch-Point besteht. Für diese neue Wette ist der nächste Wurf ihr eigener Eröffnungswurf:

  • 7 oder 11 gewinnt.
  • 2, 3 oder 12 verliert.
  • Eine andere Summe wird zum persönlichen Come-Point dieser Wette.

Danach muss dieser Come-Point vor einer 7 erscheinen. Er kann vom Point des Shooters abweichen.

Don’t Come funktioniert entsprechend wie Don’t Pass, einschliesslich der am Tisch geltenden ausgeschlossenen Zahl.

Place Bets auf einzelne Zahlen

Mit einer Place Bet setzt du darauf, dass eine bestimmte Zahl vor der nächsten 7 fällt. Dafür brauchst du keine Pass-Line-Wette.

Place Bet Übliche Auszahlung Passender Beispieleinsatz Nettogewinn
4 oder 10 9:5 10 CHF 18 CHF
5 oder 9 7:5 10 CHF 14 CHF
6 oder 8 7:6 12 CHF 14 CHF

Andere Zahlen verändern eine aktive Place Bet nicht. Nach einem Treffer bleibt der ursprüngliche Einsatz normalerweise liegen, bis du ihn zurücknehmen lässt oder eine 7 fällt.

Beim Come-out Roll sind Place Bets üblicherweise ausgeschaltet, sofern du sie nicht ausdrücklich aktivieren lässt. Kläre ihren Status mit dem Dealer.

Field und weitere Ein-Wurf-Wetten

Eine Field-Wette wird bereits mit dem nächsten Wurf entschieden. Sie gewinnt normalerweise bei 2, 3, 4, 9, 10, 11 oder 12 und verliert bei 5, 6, 7 oder 8.

Wette Gewinnbedingung beim nächsten Wurf Häufige Auszahlung
Field: 3, 4, 9, 10 oder 11 Eine dieser Zahlen fällt 1:1
Field: 2 oder 12 Die entsprechende Zahl fällt Je nach Tisch 2:1 oder teilweise 3:1
Any Craps 2, 3 oder 12 7:1
Any Seven 7 4:1
Einzelwette auf 2 oder 12 Genau die gewählte Summe 30:1
Einzelwette auf 3 oder 11 Genau die gewählte Summe 15:1

Alle Quoten in diesem Artikel geben den Nettogewinn im Verhältnis zum Einsatz an. Eine Auszahlung von 7:1 bedeutet beispielsweise sieben Einheiten Gewinn plus die Rückgabe des ursprünglichen Einsatzes.

Die Beschriftung des konkreten Tisches ist massgeblich.

Hardways: Warum 4 und 4 anders zählen als 5 und 3

Bei einer Hardway-Wette reicht die richtige Summe allein nicht. Sie muss als Pasch fallen.

Eine «Hard 8» gewinnt beispielsweise nur mit 4 + 4. Sie verliert, wenn vorher eine 7 oder eine «weiche» 8 erscheint, also 2 + 6, 6 + 2, 3 + 5 oder 5 + 3.

Hardway Benötigter Pasch Übliche Auszahlung
Hard 4 2 + 2 7:1
Hard 6 3 + 3 9:1
Hard 8 4 + 4 9:1
Hard 10 5 + 5 7:1

Andere Summen lassen die aktive Wette bestehen. Hardways sind daher keine normalen Ein-Wurf-Wetten.

Chancen vergleichen statt nur auf hohe Quoten schauen

Die verschiedenen Wettfelder haben deutlich unterschiedliche Hausvorteile. Die folgenden Werte beziehen sich auf die genannten Standardauszahlungen.

Wette Hausvorteil, ungefähr
Odds-Zusatzwette 0 % auf den Odds-Anteil
Don’t Pass, Bar 12 1,36 %
Pass Line 1,41 %
Place 6 oder 8 1,52 %
Place 5 oder 9 4,00 %
Place 4 oder 10 6,67 %
Any Craps bei 7:1 11,11 %
Any Seven bei 4:1 16,67 %

Der Hausvorteil beschreibt einen langfristigen rechnerischen Durchschnitt. Eine einzelne Wette oder Sitzung kann ganz anders ausgehen. Ausserdem laufen manche Wetten über mehrere Würfe; die Werte sind keine Verlustquoten pro Würfelwurf.

Drei praktische Entscheidungen am Tisch

Beginne mit einer verständlichen Wette. Pass Line genügt, um den Ablauf zu lernen. Mehr gleichzeitig belegte Felder bedeuten vor allem mehr laufende Einsätze.

Betrachte Odds als zusätzlichen Einsatz. Die faire Quote beseitigt nicht den Hausvorteil der zugrunde liegenden Line-Wette. Sie erhöht auch nicht die Wahrscheinlichkeit, dass der Point fällt.

Verlasse dich nicht auf Serien. Bei fairen Würfeln sind die Würfe unabhängig. Eine lange Folge ohne 7 macht die 7 beim nächsten Wurf weder wahrscheinlicher noch unwahrscheinlicher. Einsatzsysteme ändern daran nichts.

So verhältst du dich am Craps-Tisch

Craps wird zügig gespielt. Ein paar Handgriffe helfen dir, den Ablauf nicht zu unterbrechen:

  • Setze zwischen den Würfen. Sobald die Würfel unterwegs sind, bleiben Hände und Jetons ausserhalb der Spielfläche.
  • Lass betreute Wetten platzieren. Place Bets und viele Wetten in der Tischmitte werden vom Personal gesetzt. Nenne die gewünschte Wette und den Betrag.
  • Wirf mit einer Hand. Als Shooter sollen beide Würfel die gegenüberliegende Rückwand erreichen.
  • Beachte «No Roll». Erklärt das Personal einen Wurf für ungültig, wird er nicht gewertet.
  • Unterscheide feste und flexible Einsätze. Eine Pass-Line-Wette darf nach Festlegung des Points nicht einfach zurückgenommen werden. Für Odds und andere Wetten gelten andere Möglichkeiten.

Du darfst die Würfel weitergeben, wenn du nicht selbst werfen möchtest.

Woher kommt Craps?

Craps entwickelte sich aus Hazard, einem älteren Würfelspiel, das unter anderem in England verbreitet war. Die vereinfachte Spielform gewann im 19. Jahrhundert in Nordamerika an Bedeutung.

Später entstand daraus das Kasino-Craps mit festem Tischlayout und einem umfangreichen Angebot an Wetten gegen das Haus. Deshalb findet man heute neben der einfachen Grundidee – eine Zielzahl vor der 7 treffen – zahlreiche zusätzliche Wettfelder.

Craps Spielregeln im Überblick

Für den Einstieg sind vor allem der Eröffnungswurf, der Point und die dazugehörige Wette wichtig.

Begriff oder Situation Bedeutung
Shooter Die Person, die beide Würfel wirft
Come-out Roll Eröffnungswurf eines neuen Durchgangs
Pass Line beim Come-out 7/11 gewinnt, 2/3/12 verliert
Point 4, 5, 6, 8, 9 oder 10 als Zielzahl
Pass Line nach dem Come-out Point vor 7 gewinnt
Seven-out Eine 7 fällt bei aktivem Point; Pass Line verliert und der Shooter wechselt
Don’t Pass Nach Festlegung des Points gewinnt 7 vor Point
Odds Zusatzwette mit Auszahlung nach den tatsächlichen Chancen
Come Neue Wette mit eigenem Eröffnungswurf und möglichem eigenem Point
Place Bet Gewählte Zahl soll vor der 7 erscheinen
Field Wette auf den unmittelbar nächsten Wurf
Hardway Gewählte Summe muss als Pasch vor der weichen Summe und der 7 fallen

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Craps Spielregeln – so spielt ihr das Kasino-Würfelspiel