
Roulette Regeln
Eine einzelne Zahl, Rot oder doch ein ganzes Dutzend? Bei Playiro findest du die Roulette Regeln mit verständlichen Beispielen und einer vollständigen Auszahlungstabelle. Wir erklären dir den Spielablauf, die Bedeutung der Null und was bekannte Setzstrategien tatsächlich verändern.
Erstellt von Adam Davis Fernsby
Übersetzt von Claudia Huber
Wie spielt man Roulette?
Bei Roulette setzt du darauf, in welchem Zahlenfach eine Kugel landet. Du kannst eine einzelne Zahl wählen oder mehrere Zahlen abdecken, beispielsweise alle roten Zahlen. Gehört das Ergebnis zu deiner Wette, gewinnst du nach der Auszahlungstabelle des Tisches.
Das Casinospiel besteht aus zwei Bereichen: dem Roulettekessel, in dem die Kugel das Ergebnis bestimmt, und dem Tableau, auf dem du deine Jetons platzierst.
Dieser Guide erklärt zunächst europäisches Roulette mit 37 Fächern: den Zahlen 1 bis 36 und einer Null. Davon sind 18 Zahlen rot, 18 schwarz und die Null grün. Anschliessend schauen wir uns Sonderregeln und andere Varianten an.
Anders als bei Blackjack triffst du nach Ende der Einsatzphase keine weiteren Entscheidungen. Sobald die Einsätze geschlossen sind, bestimmt allein das Ergebnis des Spins, welche Wetten gewinnen.
Eine Runde Roulette Schritt für Schritt
Du darfst pro Runde mehrere Wetten platzieren. Beachte dabei den Gesamteinsatz und die Mindest- und Höchsteinsätze des Tisches.
- Einsatz festlegen. Entscheide, wie viel du in dieser Runde insgesamt setzen möchtest.
- Jetons platzieren. Lege sie auf ein Zahlenfeld, eine Linie zwischen Zahlen oder ein äusseres Wettfeld wie Rot oder ein Dutzend.
- Kessel und Kugel starten. Der Croupier dreht den Kessel und wirft die Kugel in die entgegengesetzte Richtung. Solange die Einsatzphase offen ist, kannst du deine Wetten noch ändern.
- Einsatzschluss beachten. Nach der Ansage «Nichts geht mehr» dürfen keine Jetons mehr hinzugefügt, verschoben oder zurückgenommen werden.
- Ergebnis abwarten. Die Kugel bleibt in einem Zahlenfach liegen. Der Croupier nennt und markiert die Gewinnzahl.
- Wetten abrechnen. Verlorene Einsätze werden eingezogen und gewinnende Wetten ausgezahlt. Danach beginnt die nächste Runde.
Beim digitalen Roulette ohne Live-Croupier startest du den Spin meist selbst. Beim Live-Roulette zeigt ein Countdown, wie lange du noch setzen kannst.
Das Tableau verstehen: innen und aussen setzen
Die Position deines Jetons bestimmt, welche Zahlen du abdeckst. Dabei unterscheidet man zwischen inneren und äusseren Einsätzen.
Innere Einsätze liegen im Zahlenbereich. Dazu gehören Wetten auf einzelne Zahlen oder kleine Gruppen benachbarter Zahlen.
Äussere Einsätze liegen ausserhalb des Zahlenrasters. Sie decken grössere Zahlengruppen ab, etwa Rot, Schwarz, ein Dutzend oder eine Kolonne.
Wichtig: Nachbarzahlen auf dem Tableau sind nicht automatisch Nachbarn im Kessel. Eine Wette auf zwei nebeneinanderliegende Zahlenfelder richtet sich nach dem Tischraster, nicht nach der Reihenfolge am Rad.
Roulette Auszahlungen und Gewinnchancen
Die folgende Tabelle gilt für die üblichen Wetten beim europäischen Roulette mit einer Null. Sonderregeln bei Zero werden weiter unten erklärt.
Die Quote bezeichnet den Nettogewinn. Dein gewinnender Einsatz kommt zusätzlich zurück.
| Wette | Abgedeckte Zahlen | Gewinnquote | Trefferchance pro Spin |
|---|---|---|---|
| Plein – einzelne Zahl | 1 | 35:1 | 2,70 % |
| Cheval – zwei Zahlen | 2 | 17:1 | 5,41 % |
| Transversale pleine – Dreierreihe | 3 | 11:1 | 8,11 % |
| Carré – vier Zahlen | 4 | 8:1 | 10,81 % |
| Transversale simple – zwei Dreierreihen | 6 | 5:1 | 16,22 % |
| Dutzend | 12 | 2:1 | 32,43 % |
| Kolonne | 12 | 2:1 | 32,43 % |
| Rot oder Schwarz | 18 | 1:1 | 48,65 % |
| Gerade oder Ungerade | 18 | 1:1 | 48,65 % |
| 1–18 oder 19–36 | 18 | 1:1 | 48,65 % |
Eine höhere Trefferchance bedeutet eine niedrigere Gewinnquote. Bei den hier aufgeführten Standardwetten ohne Zero-Sonderregel beträgt der Hausvorteil jeweils rund 2,70 %.
Was bedeutet 35:1 bei einer Auszahlung?
Setzt du CHF 5 auf eine einzelne Zahl und triffst, erhältst du:
- CHF 175 Gewinn: 35 × CHF 5.
- CHF 5 ursprünglichen Einsatz zurück.
- CHF 180 Gesamtrückzahlung.
Die Quote 35:1 bedeutet also nicht, dass insgesamt nur das 35-Fache zurückkommt.
| Beispielwette | Einsatz | Nettogewinn bei Treffer | Rückzahlung inklusive Einsatz |
|---|---|---|---|
| Einzelne Zahl | CHF 5 | CHF 175 | CHF 180 |
| Vier Zahlen | CHF 5 | CHF 40 | CHF 45 |
| Ein Dutzend | CHF 10 | CHF 20 | CHF 30 |
| Rot | CHF 10 | CHF 10 | CHF 20 |
Hast du weitere Wetten platziert, musst du deren Verluste vom Gewinn abziehen, um das Ergebnis der ganzen Runde zu bestimmen.
Wo genau setzt du deine Jetons?
Für den Einstieg reichen wenige Wettarten. Sobald du ihre Positionen kennst, lässt sich das Tableau deutlich leichter lesen.
Eine Zahl oder benachbarte Zahlen
- Plein: Jeton direkt auf eine Zahl legen, beispielsweise die 17.
- Cheval: Jeton auf die gemeinsame Trennlinie zweier Zahlenfelder legen.
- Dreierreihe: Jeton am Rand einer waagrechten Zahlenreihe platzieren, beispielsweise 4–5–6.
- Carré: Jeton auf den gemeinsamen Eckpunkt von vier Zahlen setzen, etwa 1–2–4–5.
- Sechserreihe: Jeton am Rand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Dreierreihen platzieren.
Nicht beliebige Zahlen lassen sich zu einer einzelnen solchen Wette zusammenfassen. Die Anordnung auf dem Tableau gibt die zulässigen Kombinationen vor.
Dutzende und Kolonnen
Die drei Dutzende sind:
- Erstes Dutzend: 1–12.
- Zweites Dutzend: 13–24.
- Drittes Dutzend: 25–36.
Kolonnen sind dagegen die drei senkrechten Zahlenspalten des Tableaus. Die erste umfasst beispielsweise 1, 4, 7 und so weiter bis 34.
Beide Wettarten decken zwölf Zahlen ab und zahlen bei einem Treffer 2:1.
Einfache Chancen
Als einfache Chancen bezeichnet man die Wetten mit einer Gewinnquote von 1:1:
- Rot oder Schwarz.
- Gerade oder Ungerade.
- Niedrig, also 1–18, oder Hoch, also 19–36.
Die französischen Bezeichnungen lauten unter anderem Pair für gerade und Impair für ungerade.
Die Null: klein auf dem Tableau, wichtig für die Regeln
Die Null gehört bei Roulette weder zu Rot noch zu Schwarz, weder zu Gerade noch zu Ungerade und auch zu keinem Dutzend oder keiner Kolonne.
Dass 0 mathematisch eine gerade Zahl ist, ändert daran nichts: Für die Roulette Regeln zählt sie nicht zur Wette «Gerade».
Ohne Sonderregel verlieren diese äusseren Wetten, wenn die Null fällt. Eine direkt auf die Null gesetzte Plein-Wette gewinnt dagegen mit 35:1.
La Partage: halber Einsatz zurück
Gilt La Partage, erhältst du bei Zero die Hälfte deines Einsatzes auf eine einfache Chance zurück.
Beispiel: Du setzt CHF 20 auf Schwarz. Es fällt die Null. Statt den gesamten Einsatz zu verlieren, bekommst du CHF 10 zurück.
Diese Regel gilt normalerweise nicht für Dutzende, Kolonnen oder innere Einsätze. Auf den betroffenen einfachen Chancen sinkt der Hausvorteil beim Rad mit einer Null auf rund 1,35 %.
En Prison: der Einsatz bleibt liegen
Bei En Prison wird ein Einsatz auf eine einfache Chance nach einer Null festgehalten.
- Gewinnt die gewählte Chance beim nächsten entscheidenden Spin, erhältst du den festgehaltenen Einsatz ohne zusätzlichen Gewinn zurück.
- Verliert die gewählte Chance, geht der Einsatz verloren.
- Für eine weitere Null gelten die besonderen Regeln des jeweiligen Tisches.
La Partage und En Prison sind unterschiedliche Verfahren. Prüfe deshalb, welche Regel tatsächlich angeboten wird und wie wiederholte Nullen behandelt werden.
Europäisch, französisch oder amerikanisch?
Die Bezeichnung allein reicht nicht immer aus, um einen Tisch einzuordnen. Entscheidend sind die Anzahl der Nullfelder und die konkreten Auszahlungsregeln.
| Ausführung | Zahlenfächer | Besonderheit | Hausvorteil |
|---|---|---|---|
| Europäisches Roulette | 37: 1–36 und 0 | Eine Null, normale Auszahlungen | Ca. 2,70 % |
| Französische Ausführung mit La Partage | 37: 1–36 und 0 | Halber Einsatz zurück bei Zero auf einfachen Chancen | Ca. 1,35 % auf diesen Wetten |
| Amerikanisches Roulette mit Doppelnull | 38: 1–36, 0 und 00 | Zusätzliches Verlustfeld bei vielen Wetten | Ca. 5,26 % auf den meisten Standardwetten |
Beim Doppelnull-Roulette gibt es eine wichtige Ausnahme: Die Fünferwette auf 0, 00, 1, 2 und 3 hat mit rund 7,89 % einen noch höheren Hausvorteil.
Besonderheit in der Schweiz: Die Bezeichnung «American Roulette» wird auch für Tische mit nur einer Null verwendet. Schaue deshalb auf den Kessel beziehungsweise die Spielinformation, statt vom Namen automatisch auf eine Doppelnull zu schliessen.
Roulette Strategie: Was lässt sich beeinflussen?
Du kannst deine Wettart, deine Einsatzhöhe und die Tischregeln wählen. Das Ergebnis eines fairen Spins lässt sich durch ein Setzsystem nicht beeinflussen.
Mehr Zahlen abzudecken erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Treffers. Es bedeutet aber nicht automatisch, dass du mit diesem Treffer auch die gesamte Runde gewinnst.
Ein Treffer kann trotzdem einen Verlust ergeben
Du setzt je CHF 1 auf 30 verschiedene Zahlen. Dein Gesamteinsatz beträgt CHF 30.
- Triffst du eine deiner Zahlen, erhältst du CHF 36 zurück: netto CHF 6 Gewinn.
- Fällt eine der sieben nicht abgedeckten Zahlen, verlierst du CHF 30.
Du triffst damit häufig, riskierst bei einem Fehlschlag aber deutlich mehr, als du bei einem Treffer gewinnst. Der mathematische Hausvorteil verschwindet nicht.
Bekannte Setzsysteme im Vergleich
Setzsysteme verändern den Verlauf deiner Einsätze. Sie verändern weder die Trefferwahrscheinlichkeit noch die Auszahlung einer Wette.
| System | Grundidee | Entscheidender Nachteil |
|---|---|---|
| Gleichbleibender Einsatz | In jeder Runde denselben Betrag setzen | Verhindert keine Verlustserie |
| Martingale | Nach einem Verlust verdoppeln, nach einem Gewinn zum Starteinsatz zurückkehren | Einsätze steigen schnell; Budget und Tischmaximum begrenzen die Folge |
| Paroli | Nach Gewinnen erhöhen und nach einer festgelegten Folge zurücksetzen | Ein späterer Verlust kann vorherige Gewinne aufzehren |
| D’Alembert | Nach Verlust um eine Einheit erhöhen, nach Gewinn um eine Einheit senken | Auch langsam steigende Einsätze beseitigen den Hausvorteil nicht |
Bei einer Martingale mit CHF 5 Start betragen die ersten sechs Einsätze CHF 5, 10, 20, 40, 80 und 160. Gehen alle verloren, sind CHF 315 weg. Der nächste Einsatz müsste bereits CHF 320 betragen.
Das erklärt, weshalb viele kleine Erfolge keine verlässliche Gewinnstrategie ergeben.
Vergangene Ergebnisse sagen den nächsten Spin nicht voraus
Nach fünf roten Zahlen ist Schwarz nicht «fällig». Bei einem fairen europäischen Rad bleibt die Wahrscheinlichkeit für Schwarz beim nächsten Spin bei 18 von 37, also rund 48,65 %.
Auch Anzeigen mit «heissen» oder «kalten» Zahlen beschreiben nur die Vergangenheit. Sie machen eine Zahl beim nächsten unabhängigen Spin nicht wahrscheinlicher.
Sinnvolle Entscheidungen vor dem Spielen
Für einen übersichtlichen Ablauf helfen diese Punkte:
- Nullfelder prüfen: Eine Null ist bei gleichen übrigen Regeln günstiger als zwei.
- Zero-Regel lesen: La Partage kann einfache Chancen günstiger machen.
- Gesamteinsatz zählen: Mehrere kleine Wetten ergeben zusammen möglicherweise einen hohen Betrag.
- Tischmaximum beachten: Es kann eine geplante Einsatzsteigerung verhindern.
- Budget und Dauer festlegen: So bleibt klar, wann die Spielrunde endet.
Was der Hausvorteil tatsächlich bedeutet
Ein Hausvorteil von 2,70 % bedeutet nicht, dass du in jeder Runde genau 2,70 % verlierst. Einzelne Ergebnisse schwanken stark.
Er beschreibt den langfristig erwarteten Verlust im Verhältnis zur gesamten gesetzten Summe.
Rechenbeispiel: Setzt du über viele Spins insgesamt CHF 1’000 um, entspricht ein Hausvorteil von 2,70 % einem rechnerischen Erwartungsverlust von ungefähr CHF 27.
Das ist keine Vorhersage für deine Sitzung. Du kannst deutlich mehr verlieren oder mit Gewinn aufhören. Ausserdem zählt jeder erneut gesetzte Franken zum Umsatz, auch wenn er aus einem vorherigen Gewinn stammt.
Nachbarwetten, Live-Roulette und Sonderausgaben
Neben den Grundwetten gibt es zusätzliche Möglichkeiten und unterschiedliche Präsentationen des Spiels. Prüfe jeweils, ob sich nur die Bedienung oder auch die Auszahlung verändert.
Nachbarwetten auf der Rennbahn
Die sogenannte Rennbahn bildet die Reihenfolge der Zahlen im Kessel ab. Eine Nachbarwette setzt auf eine Zahl und eine bestimmte Anzahl benachbarter Kesselfächer.
Wählst du eine Zahl mit zwei Nachbarn auf jeder Seite, deckst du insgesamt fünf Zahlen ab. Das sind normalerweise fünf einzelne Plein-Einsätze, keine gemeinsame Wette mit einer eigenen Standardquote.
Live-Roulette und digitales Roulette
Beim Live-Roulette verfolgst du einen echten Kessel per Video. Deine Einsätze platzierst du über die Benutzeroberfläche.
Beim digitalen Roulette bestimmt ein Zufallszahlengenerator das Ergebnis. Die üblichen Wettarten können gleich sein; massgeblich bleibt die Spielinformation.
Varianten mit Multiplikatoren
Manche Ausgaben bieten zufällige Multiplikatoren oder zusätzliche Gewinnfunktionen. Dafür können die normalen Plein-Auszahlungen reduziert sein oder andere Bedingungen gelten.
Die klassische Auszahlungstabelle lässt sich deshalb nicht ungeprüft auf jede Sonderausgabe übertragen.
Roulette Regeln als Übersicht
Diese Zusammenfassung bezieht sich auf europäisches Roulette mit einer Null und den beschriebenen Standardwetten.
| Thema | Regel |
|---|---|
| Ziel | Auf eine Zahl oder Zahlengruppe setzen, die das Ergebnis enthält |
| Kessel | 37 Fächer: 1–36 und 0 |
| Farben | 18 rote Zahlen, 18 schwarze Zahlen, grüne Null |
| Einsatzphase | Wetten nur vor Einsatzschluss platzieren oder verändern |
| Mehrere Wetten | Erlaubt, solange die Tischlimits eingehalten werden |
| Einzelne Zahl | Gewinnquote 35:1 |
| Zwei / drei / vier / sechs Zahlen | 17:1 / 11:1 / 8:1 / 5:1 |
| Dutzend oder Kolonne | Gewinnquote 2:1 |
| Einfache Chancen | Gewinnquote 1:1 |
| Gewinnender Einsatz | Wird zusätzlich zum Nettogewinn zurückgegeben |
| Null | Gehört zu keiner äusseren Wettgruppe |
| La Partage | Halber Einsatz zurück bei Zero auf einfachen Chancen |
| En Prison | Einsatz auf einfache Chance bleibt nach Zero nach Tischregel gebunden |
| Setzsysteme | Ändern die Einsätze, nicht die Wahrscheinlichkeit des Ergebnisses |
| Frühere Spins | Bestimmen bei einem fairen Spiel nicht den nächsten Ausgang |