
Solitär Regeln
Ein Kartenspiel, etwas Platz und du kannst loslegen. Bei Playiro findest du die Solitär Regeln für klassisches Klondike: vom Aufbau der sieben Spalten bis zum letzten König auf dem Zielstapel.
Erstellt von Adam Davis Fernsby
Übersetzt von Claudia Huber
Wie spielt man Solitär?
Solitär ist ein Kartenspiel für eine Person. Du sortierst ein gemischtes Kartenspiel auf vier Zielstapel: einen für Herz, einen für Karo, einen für Pik und einen für Kreuz. Jeder Stapel beginnt mit dem Ass und endet mit dem König.
Dafür verschiebst du Karten zwischen sieben Spalten, deckst verdeckte Karten auf und nutzt einen Nachziehstapel. In den Spalten legst du absteigend und abwechselnd rot und schwarz. Auf den Zielstapeln sammelst du aufsteigend nach Kartenzeichen.
Diese Solitär Regeln erklären die bekannte Variante Klondike. Für den Einstieg spielen wir mit einer aufgedeckten Karte pro Ziehvorgang und beliebig vielen Durchgängen durch den Nachziehstapel.
Solitär aufbauen: sieben Spalten und vier Zielstapel
Du brauchst ein französisches Kartenspiel mit 52 Karten ohne Joker. Ein Schweizer Jassblatt mit 36 Karten eignet sich für diese Variante nicht.
Mische die Karten und lege sieben Spalten nebeneinander aus:
| Spalte | Karten insgesamt | Davon verdeckt | Davon offen |
|---|---|---|---|
| 1 | 1 | 0 | 1 |
| 2 | 2 | 1 | 1 |
| 3 | 3 | 2 | 1 |
| 4 | 4 | 3 | 1 |
| 5 | 5 | 4 | 1 |
| 6 | 6 | 5 | 1 |
| 7 | 7 | 6 | 1 |
Nur die jeweils oberste Karte liegt offen. Fächere die Spalten leicht nach unten auf, damit du ihre Länge erkennen kannst.
Die übrigen 24 Karten bilden den verdeckten Nachziehstapel. Daneben brauchst du Platz für die aufgedeckten Nachziehkarten. Oberhalb der Spalten lässt du vier Plätze für die Zielstapel frei.
Welche Karten darfst du verschieben?
Du kannst einzelne frei liegende Karten und korrekt geordnete offene Kartenfolgen bewegen. Verdeckte Karten bleiben liegen, bis sie freigelegt werden.
| Zug | Voraussetzung | Beispiel |
|---|---|---|
| Karte auf eine andere Spalte legen | Einen Rang niedriger und andere Farbe | Schwarze 8 auf rote 9 |
| Offene Kartenfolge verschieben | Oberste Karte der Folge passt auf die Zielkarte | Rote 7, schwarze 6, rote 5 auf schwarze 8 |
| Leere Spalte besetzen | Nur mit einem König oder einer Folge, die mit einem König beginnt | König–Dame–Bube in wechselnden Farben |
| Zielstapel beginnen | Mit einem Ass | Herz-Ass auf einen freien Zielplatz |
| Zielstapel erweitern | Nächster Rang desselben Kartenzeichens | Herz-2 auf Herz-Ass |
| Verdeckte Karte aufdecken | Keine Karte liegt mehr auf ihr | Freigelegte Karte umdrehen |
Rot bedeutet Herz oder Karo, schwarz bedeutet Pik oder Kreuz. In den Spalten ist das genaue Kartenzeichen egal, solange die Farben wechseln. Auf den Zielstapeln müssen die Kartenzeichen dagegen übereinstimmen.
Ganze Folgen und Teile davon bewegen
In der hier beschriebenen Variante darfst du auch einen zusammenhängenden unteren Teil einer offenen Folge verschieben.
Liegt beispielsweise eine schwarze 9 mit einer roten 8 und einer schwarzen 7 in einer Spalte, kannst du die Folge 8–7 auf eine andere schwarze 9 legen. Die ursprüngliche schwarze 9 bleibt zurück.
Du darfst jedoch keine Karte aus der Mitte herausnehmen und die darunterliegenden Karten einfach liegen lassen.
Eine Partie Schritt für Schritt
Du spielst ohne feste Zugzahl. Nach jeder Veränderung prüfst du, welche neuen Möglichkeiten entstanden sind.
- Offene Karten ansehen. Suche nach Assen und passenden Verbindungen zwischen den Spalten.
- Karten verschieben. Nutze erlaubte Züge, um insbesondere verdeckte Karten freizulegen.
- Freigelegte Karten aufdecken. Sobald eine verdeckte Karte die oberste Karte ihrer Spalte ist, drehst du sie um.
- Zielstapel erweitern. Lege verfügbare Karten in der passenden Reihenfolge auf Herz, Karo, Pik oder Kreuz.
- Vom Nachziehstapel aufdecken. Drehe eine Karte auf den offenen Ablagestapel. Du darfst dessen oberste Karte auf eine Spalte oder einen Zielstapel spielen.
- Weiterspielen und erneut prüfen. Jede gelegte Karte kann eine weitere Karte zugänglich machen.
Du musst eine aufgedeckte Nachziehkarte nicht sofort verwenden. Wenn sie nicht passt oder du sie behalten möchtest, deckst du die nächste auf. Zugriff hast du aber immer nur auf die oberste Karte dieses offenen Stapels.
Beispiel für eine nützliche Zugfolge
Auf einer Spalte liegt eine schwarze 10, auf einer anderen eine rote 9. Du legst die rote 9 auf die schwarze 10 und deckst dadurch eine verdeckte Karte auf.
Darunter erscheint ein Kreuz-Ass. Du legst es auf einen freien Zielstapel. Wird dadurch eine weitere verdeckte Karte freigelegt, darfst du auch diese aufdecken.
So kann eine einzige Verschiebung mehrere neue Möglichkeiten schaffen.
Nachziehstapel leer: Was passiert jetzt?
Wenn du alle Nachziehkarten aufgedeckt hast, nimmst du den offenen Ablagestapel und drehst ihn als Ganzes um. Er wird wieder zum verdeckten Nachziehstapel.
Die Karten werden nicht neu gemischt und nicht umsortiert.
In unserer Einsteigervariante darfst du den Stapel beliebig oft durchgehen. Das hilft allerdings nur, wenn sich zwischenzeitlich etwas verändert hat: Sind dieselben Karten weiterhin blockiert, bringt ein weiterer identischer Durchgang keinen Fortschritt.
Solitär mit einer oder drei Karten spielen
Die Ziehregel beeinflusst, welche Karten dir zur Verfügung stehen. Aufbau und Ziel bleiben gleich.
| Variante | Aufdecken | Welche Karte darfst du spielen? |
|---|---|---|
| Eine Karte ziehen | Jeweils eine neue Karte | Oberste Karte des offenen Ablagestapels |
| Drei Karten ziehen | Jeweils bis zu drei Karten als Paket | Zunächst nur die oberste Karte des Pakets |
Beim Ziehen von drei Karten kannst du nicht frei zwischen den drei Karten wählen. Spielst du die oberste aus, wird die darunterliegende zugänglich.
Liegen am Ende weniger als drei Karten im Nachziehstapel, deckst du die verbleibenden auf. Wie oft du den Stapel erneut durchgehen darfst, hängt von der gewählten Fassung ab. Lege diese Beschränkung vor Beginn fest.
Für den Einstieg ist das Ziehen einzelner Karten übersichtlicher. Die Dreierfassung verlangt mehr Aufmerksamkeit für die Reihenfolge im Stapel.
Wann ist Solitär gewonnen?
Du gewinnst, wenn alle 52 Karten auf den vier Zielstapeln liegen. Jeder Zielstapel enthält dann die vollständige Reihe:
Ass – 2 – 3 – 4 – 5 – 6 – 7 – 8 – 9 – 10 – Bube – Dame – König.
Eine Partie ist nicht schon gewonnen, sobald alle verdeckten Karten aufgedeckt sind. Die Karten müssen sich auch vollständig auf die Zielstapel übertragen lassen.
Kannst du keinen Fortschritt mehr erzielen und helfen auch die erlaubten Durchgänge durch den Nachziehstapel nicht weiter, ist die Partie festgefahren. Nicht jede zufällige Kartenverteilung ist lösbar.
Für das Spielen mit echten Karten brauchst du keine Punktwertung. Digitale Fassungen können zusätzlich Zeit, Züge oder Punkte erfassen; solche Wertungen unterscheiden sich je nach Programm.
Tipps: So schaffst du dir mehr Möglichkeiten
Bei Solitär lohnt sich ein Zug vor allem dann, wenn er neue Karten zugänglich macht. Nicht jede mögliche Verschiebung verbessert deine Lage.
Verdeckte Karten gezielt freilegen
Vergleiche bei mehreren Möglichkeiten, welche Bewegung eine verdeckte Karte aufdeckt. Besonders lange Spalten können viele noch unbekannte Karten enthalten.
Das ist eine hilfreiche Orientierung, aber keine starre Pflicht: Manchmal eröffnet eine andere Bewegung zunächst die nötige Verbindung.
Leere Spalten mit einem Plan schaffen
Eine freie Spalte ist nur für einen König oder eine mit König beginnende Folge nutzbar. Überlege deshalb vor dem Leerräumen, welchen König du dort einsetzen möchtest.
Hast du die Wahl zwischen einem roten und einem schwarzen König, prüfe, welche Damen und weiteren Karten daran anschliessen könnten.
Zielstapel nicht um jeden Preis füllen
Eine Karte kann in einer Spalte noch als Anschluss für eine andere Karte gebraucht werden. Prüfe deshalb bei höheren Karten, ob du durch das Ablegen auf einen Zielstapel eine nützliche Verbindung verlierst.
Asse sind dagegen keine brauchbaren Unterlagen für kleinere Karten und können direkt auf die Zielstapel.
Den Nachziehstapel aufmerksam verfolgen
Merke dir Karten, die du bald verwenden könntest. Gerade beim Ziehen von drei Karten kann das Ausspielen einer oberen Karte den Zugang zu einer darunterliegenden entscheidend verändern.
Solitär Regeln auf einen Blick
| Bereich | Wichtigste Regel |
|---|---|
| Personen | Eine |
| Kartenspiel | 52 Karten ohne Joker |
| Aufbau | Sieben Spalten mit einer bis sieben Karten |
| Offene Startkarten | Jeweils die oberste Karte jeder Spalte |
| Spalten ordnen | Absteigend mit wechselnden Farben |
| Zielstapel ordnen | Aufsteigend vom Ass zum König, getrennt nach Kartenzeichen |
| Leere Spalte | Nur König oder eine Folge mit König |
| Verdeckte Karte | Erst nach dem Freilegen umdrehen |
| Nachziehkarten | Nur die oberste offene Karte ist spielbar |
| Neuer Stapeldurchgang | Umdrehen, nicht mischen |
| Sieg | Alle Karten liegen auf den vier Zielstapeln |


