
Domino Spielregeln
Domino beginnt mit einer einfachen Verbindung: gleiche Zahl an gleiche Zahl. Welche Enden du dabei offen lässt, entscheidet über deine nächsten Möglichkeiten. Playiro erklärt dir die Domino Spielregeln mit Nachziehen, die Wertung bei einer Blockade und eine Variante ohne Vorrat.
Erstellt von Adam Davis Fernsby
Übersetzt von Claudia Huber
Wie spielt man Domino?
Bei Domino legt ihr Steine so aneinander, dass sich immer zwei gleiche Zahlen berühren. Aus einem einzelnen Startstein entsteht eine Kette, die ihr an ihren beiden offenen Enden verlängert.
Du versuchst, deine eigenen Steine vor den anderen loszuwerden. Dabei entscheidest du mit jedem Zug auch, welche Zahlen als Nächstes angelegt werden können. Ein passender Stein kann dir helfen – oder dem nächsten Spieler eine besonders einfache Vorlage liefern.
Domino ist ein Legespiel mit zahlreichen Varianten. Hier erklären wir eine leicht zugängliche Fassung mit Nachziehen für zwei bis vier Personen. Anschliessend folgt die Variante ohne Nachziehen.
Die Steine verstehen: Zahlen, Leerfelder und Doppelsteine
Für diese Domino Spielregeln verwendet ihr ein Doppel-Sechs-Set mit 28 Steinen. Jeder Stein besitzt zwei Hälften mit jeweils null bis sechs Augen. Jede mögliche Kombination kommt genau einmal vor.
| Stein | Bedeutung | Augen insgesamt |
|---|---|---|
| 2–5 | Eine Hälfte zeigt zwei, die andere fünf Augen | 7 |
| 0–4 | Eine leere Hälfte und eine Vier | 4 |
| 6–6 | Doppelstein mit zwei Sechsen | 12 |
| 0–0 | Doppelstein mit zwei leeren Hälften | 0 |
Eine leere Hälfte zählt als Null. Sie ist kein Joker und passt nur an eine andere Null.
Steine mit identischen Hälften heissen Doppelsteine oder Pasche. Sie werden üblicherweise quer zur Kette gelegt. Dadurch entstehen in der hier beschriebenen Variante keine zusätzlichen Abzweigungen.
Vor dem ersten Zug
Mischt alle Steine verdeckt auf dem Tisch. Jeder zieht seine Startsteine und stellt sie so auf, dass die anderen die Zahlen nicht sehen können.
Für diese Variante verwendet ihr folgende Verteilung:
| Personen | Startsteine pro Person | Verdeckter Vorrat |
|---|---|---|
| 2 | 7 | 14 |
| 3 | 7 | 7 |
| 4 | 6 | 4 |
Die übrigen Steine bilden den Nachziehvorrat, auch Talon genannt.
Bestimmt die erste Startperson vor dem Verteilen durch Ziehen eines Steins: Die höchste Augensumme beginnt. Bei Gleichstand ziehen die Beteiligten erneut. Danach werden alle Steine wieder verdeckt gemischt und verteilt.
Die Startperson darf einen beliebigen eigenen Stein in die Mitte legen. Anschliessend spielt ihr im Uhrzeigersinn. In jeder weiteren Runde wechselt das Startrecht eine Position weiter.
Anlegen: Gleiche Zahl an gleiche Zahl
Wer an der Reihe ist, legt genau einen passenden Stein an eines der beiden offenen Enden.
Liegt am linken Ende eine Zwei, muss die berührende Hälfte deines Steins ebenfalls eine Zwei zeigen. Die andere Hälfte bildet danach das neue offene Ende.
Beispiel: Die Kette endet links mit einer Zwei und rechts mit einer Fünf. Du hältst unter anderem 2–6 und 3–5.
- Mit 2–6 kannst du links anlegen. Die neuen Enden sind Sechs und Fünf.
- Mit 3–5 kannst du rechts anlegen. Die neuen Enden sind Zwei und Drei.
Beide Züge sind erlaubt. Welche Möglichkeit günstiger ist, hängt von deinen übrigen Steinen ab.
Was beim Anlegen erlaubt ist
- Du darfst einen Stein drehen, damit die passende Hälfte anschliesst.
- Du entscheidest zwischen dem linken und rechten Ende, wenn beides möglich ist.
- Die Kette darf aus Platzgründen um die Ecke geführt werden.
- Bereits gelegte Steine bleiben in ihrer Reihenfolge bestehen.
- In der Mitte der Kette darfst du keine neuen Steine einschieben.
Die Form auf dem Tisch ist unwichtig. Entscheidend sind die Verbindungen und die beiden offenen Enden.
So werden Doppelsteine gelegt
Ein Stein wie 4–4 passt an eine offene Vier. Lege ihn quer an. Das Ende bleibt eine Vier, sodass der nächste passende Stein ebenfalls eine Vier benötigt.
Ein Doppelstein gibt keinen zusätzlichen Zug. Auch darf in dieser Variante nicht an allen vier Seiten weitergebaut werden.
Kein passender Stein? So funktioniert das Nachziehen
In der hier beschriebenen Fassung gilt: Wer anlegen kann, muss einen Stein spielen. Freiwilliges Passen oder Nachziehen trotz eines passenden Steins ist nicht erlaubt.
Kannst du an keinem Ende anlegen, gehst du so vor:
- Ziehe einen verdeckten Stein aus dem Vorrat.
- Passt er an eines der beiden Enden, lege ihn sofort an.
- Passt er nicht, behältst du ihn und ziehst den nächsten.
- Wiederhole das, bis du anlegen kannst oder der Vorrat leer ist.
- Ist der Vorrat leer und du kannst weiterhin nicht spielen, passt du.
Nach dem Anlegen eines Steins endet dein Zug. Du darfst nicht mehrere Steine hintereinander ausspielen, nur weil sie miteinander verbunden werden könnten.
Andere Domino-Regeln begrenzen das Nachziehen beispielsweise auf einen Stein oder lassen die letzten zwei Steine im Vorrat liegen. Solche Varianten solltet ihr vor der Partie ausdrücklich vereinbaren.
Zwei Möglichkeiten, eine Runde zu gewinnen
Eine Runde endet entweder durch das Ausspielen des letzten Steins oder durch eine vollständige Blockade.
Du legst deinen letzten Stein
Sobald du deinen letzten Stein regelgerecht anlegst, endet die Runde sofort. Du hast gewonnen. Die anderen erhalten keinen zusätzlichen Zug.
Niemand kann mehr anlegen
Sind keine Steine mehr im Vorrat und alle Spieler müssen nacheinander passen, ist die Runde blockiert.
Nun zählt jeder die Augen auf seinen verbliebenen Steinen. Die niedrigste Augensumme gewinnt. Es zählt also nicht, wer die wenigsten Steine besitzt.
Beispiel:
| Person | Übrige Steine | Restaugen |
|---|---|---|
| Anna | 0–1 und 1–2 | 4 |
| Ben | 5–6 | 11 |
| Carla | 0–3 und 2–2 | 7 |
Anna gewinnt, obwohl Ben nur noch einen Stein besitzt.
Haben mehrere Personen die niedrigste Augensumme, endet die blockierte Runde in der hier verwendeten Wertung unentschieden. Niemand erhält dafür Punkte.
Mehrere Runden spielen und Punkte zählen
Ihr könnt einzelne Runden spielen oder eine Partie bis zu einem vereinbarten Ziel, beispielsweise 100 Punkten.
Für diese Anleitung verwenden wir folgende Wertung:
- Alle Steine abgelegt: Der Sieger erhält die Summe aller Restaugen der anderen.
- Blockierte Runde: Der Sieger erhält die Summe der gegnerischen Restaugen abzüglich seiner eigenen Restaugen.
- Gleichstand bei einer Blockade: Niemand bekommt Punkte.
- Steine im Vorrat: Werden nicht gewertet.
Im Beispiel mit Anna, Ben und Carla erhält Anna deshalb 11 + 7 − 4 = 14 Punkte.
Notiert die Punkte nach jeder Runde und mischt anschliessend alle 28 Steine neu. Wer das vereinbarte Punkteziel zuerst erreicht oder überschreitet, gewinnt die Partie.
Da sich die Wertung regional unterscheidet, sollte diese Vereinbarung genauso klar sein wie die Nachziehregel.
Domino ohne Nachziehen: die Blockvariante
Wer lieber ausschliesslich mit seinen Startsteinen spielt, kann das Nachziehen weglassen. Diese Form wird häufig als Blockdomino bezeichnet.
Für eine einfache Blockvariante erhält jeder sieben Steine. Bei weniger als vier Personen bleiben die übrigen Steine verdeckt und unbenutzt liegen.
Die Änderungen sind überschaubar:
- Kannst du anlegen, spielst du einen Stein.
- Kannst du nicht anlegen, passt du sofort.
- Es werden keine zusätzlichen Steine aufgenommen.
- Die Runde endet, sobald jemand keine Steine mehr hat oder alle nacheinander passen.
Ihr könnt dieselbe Schlusswertung wie oben verwenden. Zu viert sind mit sieben Steinen pro Person sämtliche Steine verteilt.
Der Unterschied zeigt sich vor allem beim Planen: Beim Blockdomino weiss jeder, dass die anderen während der Runde keine neuen Steine erhalten.
Besser spielen: auf die offenen Enden achten
Wer nur den erstbesten passenden Stein legt, übersieht leicht bessere Möglichkeiten. Prüfe vor deinem Zug, welche Zahlen du danach noch bedienen kannst.
Behalte Anschlussmöglichkeiten
Hast du mehrere Steine mit einer Drei, kann es sinnvoll sein, eine Drei am Ende der Kette offen zu lassen. So steigen deine Chancen, beim nächsten Zug erneut anlegen zu können.
Verlasse dich allerdings nicht darauf, dass dieses Ende bis dahin unverändert bleibt.
Werde schwere Steine rechtzeitig los
Ein 6–5 bringt elf Restaugen mit. Bleibt er am Ende auf deiner Hand, kann das teuer werden.
Hohe Steine früh abzulegen ist deshalb oft hilfreich. Opfere dafür aber nicht automatisch deine einzige Verbindung zu mehreren anderen Steinen.
Beachte, wenn jemand passen muss
Wer bei offenen Enden von Zwei und Fünf passt, besitzt zu diesem Zeitpunkt weder eine Zwei noch eine Fünf.
Diese Information ist besonders im Blockdomino wertvoll. Beim Ziehdomino kann die Person später durch Nachziehen wieder solche Zahlen erhalten.
Doppelsteine sind weniger flexibel
Ein 2–5 lässt sich an zwei verschiedene Zahlen anlegen. Ein 5–5 passt nur an eine Fünf. Nutze geeignete Gelegenheiten, einen Doppelstein loszuwerden, bevor seine Zahl vom offenen Ende verschwindet.
Blockiere nur mit Blick auf die Restaugen
Eine Blockade ist kein automatischer Sieg für die Person, die sie verursacht. Wer danach noch viele Augen besitzt, kann verlieren. Zähle deine eigenen Restaugen, bevor du gezielt beide Enden auf eine schwer spielbare Zahl bringst.
Domino Spielregeln zum Nachschlagen
| Spielsituation | Regel dieser Anleitung |
|---|---|
| Spielmaterial | Doppel-Sechs-Set mit 28 Steinen |
| Startsteine | Zu zweit und zu dritt je 7, zu viert je 6 |
| Erster Stein | Startperson legt einen beliebigen Stein |
| Anlegen | Gleiche Augenzahl an gleiche Augenzahl |
| Anzahl pro Zug | Ein Stein |
| Leere Hälfte | Null; kein Joker |
| Doppelstein | Quer legen, ohne zusätzliche Abzweigungen |
| Kein passender Stein | Ziehen, bis ein Stein passt oder der Vorrat leer ist |
| Vorrat leer und kein Zug möglich | Passen |
| Letzten Stein angelegt | Runde sofort gewonnen |
| Alle müssen passen | Niedrigste Restaugensumme gewinnt |
| Gleichstand bei Blockade | Keine Punkte |
| Gesamtsieg | Vereinbartes Punkteziel erreichen, beispielsweise 100 |



